Praxisanleitende im Austausch über die Planung und Weiterentwicklung der Ausbildung im Rettungsdienst
Praxisanleitende im Austausch über die Planung und Weiterentwicklung der Ausbildung im Rettungsdienst

PRAXISANLEITUNG · ORGANISATION · WEITERENTWICKLUNG

Leitende Praxisanleitung im Rettungsdienst

Mehr Verantwortung für Ausbildung übernehmen

Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter begleiten Auszubildende im Rettungsdienst unmittelbar in der Praxis. Mit zunehmender Erfahrung übernehmen viele jedoch zusätzliche Aufgaben: Sie koordinieren Ausbildungsabläufe, unterstützen Kolleginnen und Kollegen, entwickeln Projekte, begleiten Qualitätsprozesse oder arbeiten eng mit der Ausbildungsleitung zusammen.

Für solche erweiterten Aufgaben werden in Rettungsdienstorganisationen unterschiedliche Begriffe verwendet, zum Beispiel leitende Praxisanleitung, Ausbildungskoordination oder Mitarbeit in der Ausbildungsleitung.

Entscheidend ist weniger die Stellenbezeichnung als die Frage: Welche Kompetenzen werden benötigt, wenn aus Praxisanleitung zunehmend Organisation, Koordination und Weiterentwicklung von Ausbildung wird?

Wichtiger Hinweis: Der Lehrgang qualifiziert nicht zur Praxisanleitung und ersetzt nicht die 300-stündige berufspädagogische Zusatzqualifikation.

FACHLICH VERNETZT IM RETTUNGSWESEN

Das Rettungsdienst Institut ist Mitglied im Bundesverband für Bildung im Rettungswesen (BVBRW) sowie offizieller Partner des Deutschen Berufsverbandes Rettungsdienst (DBRD) und der Deutschen Gesellschaft für Rettungswissenschaften (DGRe).

Rettungsdienst Institut RDI: Mitglied im BVBRW und offizieller Partner des DBRD sowie der DGRe
AUFGABEN UND VERANTWORTUNG

Was macht eine leitende Praxisanleitung im Rettungsdienst?

Eine einheitliche Aufgabenbeschreibung gibt es nicht. Welche Verantwortung eine leitende Praxisanleitung übernimmt, hängt von der Größe, Struktur und Organisation des jeweiligen Rettungsdienstes ab.

Typische Aufgaben können sein:

Ausbildung koordinieren

Abstimmung von Ausbildungsabläufen, Praxiseinsätzen, Ausbildungstagen und beteiligten Praxisanleitenden.

Praxisanleitende unterstützen

Ansprechperson für Kolleginnen und Kollegen sein, Informationen bündeln und gemeinsame Standards fördern.

Ausbildungsqualität weiterentwickeln

Abläufe beobachten, Verbesserungspotenziale erkennen und an der Weiterentwicklung der praktischen Ausbildung mitwirken.

Projekte übernehmen

Neue Ausbildungskonzepte, Onboardingmaßnahmen, Lernangebote oder organisatorische Verbesserungen strukturiert umsetzen.

Schnittstellen gestalten

Die Zusammenarbeit zwischen Rettungswachen, Rettungsdienstschule, Kliniken, Verwaltung und Ausbildungsleitung unterstützen.

Nachwuchs gewinnen und binden

Bei Ausbildungsmarketing, Bewerberkommunikation, Onboarding und einer attraktiven Ausbildung mitwirken.

ROLLEN UND BEZEICHNUNGEN

Leitende Praxisanleitung, Ausbildungs­koordination oder Ausbildungs­leitung?

Die Begriffe werden im Rettungsdienst nicht überall gleich verwendet.

Während manche Organisationen ausdrücklich von einer leitenden Praxisanleitung sprechen, werden vergleichbare Aufgaben andernorts als Ausbildungskoordination, Ausbildungsverantwortung oder als Teil der Ausbildungsleitung organisiert.

Auch der Umfang der Verantwortung unterscheidet sich.

Eine leitende Praxisanleitung kann beispielsweise einzelne organisatorische Aufgaben übernehmen und weiterhin regelmäßig im Einsatzdienst tätig sein. In anderen Organisationen handelt es sich um eine weitgehend freigestellte Funktion mit umfassender Verantwortung für die praktische Ausbildung.

Deshalb sollte nicht allein die Stellenbezeichnung darüber entscheiden, welche Weiterbildung sinnvoll ist.

Wichtiger ist die konkrete Aufgabe.

KOMPETENZEN

Welche Kompetenzen braucht eine leitende Praxisanleitung?

Wer über die unmittelbare Anleitung hinaus Verantwortung übernimmt, benötigt zusätzliche organisatorische, kommunikative und managementbezogene Kompetenzen.

Der Lehrgang passt zu Ihnen, wenn Sie …

DER NÄCHSTE SCHRITT

Von der Praxisanleitung zum Ausbildungsmanagement

Genau an dieser Stelle beginnt Ausbildungsmanagement im Rettungsdienst.

Ausbildungsmanagement bedeutet nicht automatisch Ausbildungsleitung.

Es beschreibt die organisatorischen, kommunikativen und managementbezogenen Aufgaben, die notwendig sind, damit Ausbildung zuverlässig geplant, koordiniert und weiterentwickelt werden kann.

Diese Aufgaben können auf mehrere Personen verteilt sein.

Neben einer Ausbildungsleitung können beispielsweise leitende Praxisanleitende, Ausbildungskoordinatorinnen und Ausbildungskoordinatoren oder erfahrene Praxisanleitende einzelne Verantwortungsbereiche übernehmen.

Gerade in Rettungsdiensten, in denen Praxisanleitende weiterhin überwiegend im Einsatzdienst tätig sind, braucht es dafür klare Rollen, geeignete Methoden und Strukturen, die auch mit begrenzten Zeitressourcen funktionieren.

Ausbildungsmanagement ist nicht automatisch Ausbildungsleitung.
Es beschreibt die organisatorischen und managementbezogenen Aufgaben, die rund um Ausbildung übernommen werden können, auch ohne formale Leitungsfunktion.

Weiterbildung für leitende Praxisanleitende

Hochschulzertifikat Ausbildungsmanagement im Rettungsdienst

Das Hochschulzertifikat Ausbildungsmanagement im Rettungsdienst richtet sich an Praxisanleitende und Ausbildungsverantwortliche, die über die unmittelbare Anleitung hinaus Verantwortung übernehmen oder sich auf solche Aufgaben vorbereiten möchten.

7

Online-Präsenztage

14

ECTS-Punkte

420

Stunden Gesamtworkload

Hausarbeit

wissenschaftlicher Leistungsnachweis

Der Lehrgang vermittelt unter anderem Kompetenzen in:

  • Rollen- und Verantwortungsmanagement
  • Kommunikation und Konfliktklärung
  • Nachwuchsmanagement und Ausbildungsmarketing
  • Qualitätsentwicklung und Change Management
  • Projektmanagement
  • Selbstorganisation und Besprechungsmanagement

Damit eignet sich die Weiterbildung sowohl für Praxisanleitende mit ersten Zusatzaufgaben als auch für leitende Praxisanleitende, Ausbildungskoordinatorinnen und Ausbildungskoordinatoren sowie Mitarbeitende im Bereich Ausbildungsorganisation.

Eine vollständige Freistellung oder formale Leitungsfunktion ist für die Teilnahme nicht erforderlich.

Hochschulzertifikat Ausbildungsmanagement entdecken

FÜR WEN IST DAS INTERESSANT?

Für Praxisanleitende mit erweiterten Aufgaben

Der Lehrgang richtet sich vor allem an qualifizierte Praxisanleitende, die neben der unmittelbaren Anleitung klar definierte Aufgaben, Projekte oder koordinierende Tätigkeiten im Ausbildungsteam übernehmen möchten.

Dafür ist weder eine feste Freistellung noch eine Leitungsposition erforderlich. Entscheidend ist der Wunsch, Ausbildung aktiv weiterzuentwickeln und Verantwortung im Team zu übernehmen.

Der Lehrgang passt zu Ihnen, wenn Sie …

Teilnahmevoraussetzung: Eine Qualifikation zur Praxisanleitung ist empfohlen, aber nicht verpflichtend. Der Lehrgang qualifiziert nicht zur Praxisanleitung und ersetzt nicht die 300-stündige berufspädagogische Zusatzqualifikation.

NOCH FRAGEN?

Häufige Fragen zum Hochschulzertifikat

Hier finden Sie kompakte Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Teilnahme, Ablauf, Hausarbeit und Hochschulzertifikat.

Benötige ich für die Teilnahme bereits eine Qualifikation zur Praxisanleitung?

Eine Qualifikation zur Praxisanleitung ist empfohlen, aber nicht verpflichtend. Der Lehrgang richtet sich auch an Mitarbeitende aus Ausbildungsorganisation und Verwaltung, die erweiterte Aufgaben im Ausbildungsteam übernehmen möchten. Er qualifiziert jedoch nicht zur Praxisanleitung und ersetzt nicht die 300-stündige berufspädagogische Zusatzqualifikation.

Nein. Der Lehrgang qualifiziert nicht zur Praxisanleitung und ersetzt ausdrücklich nicht die 300-stündige berufspädagogische Zusatzqualifikation. Er baut auf vorhandenen beruflichen Kompetenzen auf und vermittelt weiterführendes Wissen für organisatorische, koordinierende und projektbezogene Aufgaben im Ausbildungsteam. Wer die Qualifikation zur Praxisanleitung erwerben möchte, muss weiterhin die dafür vorgesehene Zusatzqualifikation absolvieren.

Sie können das betreffende Modul freiwillig in einem anderen Lehrgang live nachholen oder über die interne Lernplattform eigenständig nacharbeiten. Nach jedem durchgeführten Modul stehen dafür umfangreiche Materialien und Arbeitshilfen zur Verfügung. So können Sie die für Ihre persönliche Situation passende Form wählen.

Nein. Sie entwickeln ein fachlich fundiertes und auf die Praxis übertragbares Konzept zu einer Fragestellung aus dem Ausbildungsmanagement. Eine unmittelbare Umsetzung im eigenen Betrieb oder ein offizieller Projektauftrag des Arbeitgebers sind dafür nicht erforderlich.

Ja. Für viele Teilnehmende ist die Hausarbeit der erste Kontakt mit wissenschaftlichem Arbeiten. Während des Lehrgangs begleiten wir Sie Schritt für Schritt – von der Themenfindung und Fragestellung über Gliederung und Aufbau bis zur Ausarbeitung. Vorlagen und Orientierungsmaterialien inklusive Erklärvideo werden zur Verfügung gestellt.

Die 14 ECTS-Punkte bilden den gesamten Lern- und Arbeitsaufwand ab, nicht nur die Präsenzzeit. 56 Stunden entfallen auf die sieben Online-Präsenztage. Weitere 364 Stunden umfassen Selbststudium, Vor- und Nachbereitung, Praxistransfer zwischen den Modulen sowie die Entwicklung und Ausarbeitung der wissenschaftlichen Hausarbeit. Damit ergeben 14 ECTS × 30 Stunden insgesamt 420 Stunden.

Jeder Lehrgangstag bildet ein in sich abgeschlossenes Modul und vermittelt konkrete Impulse für den Ausbildungsalltag. In der Zeit bis zum nächsten Modul können Sie das Gelernte reflektieren, eigene Abläufe beobachten und einzelne Methoden oder Veränderungen ausprobieren, wenn sich dafür eine passende Gelegenheit ergibt. Es geht nicht darum, Situationen künstlich herbeizuführen oder jeden Inhalt sofort praktisch umzusetzen. Praxistransfer bedeutet, neue Perspektiven und Werkzeuge schrittweise in die eigene berufliche Praxis zu übertragen. Auch diese Reflexions- und Anwendungsphasen gehören zum Gesamtworkload des Lehrgangs.

Eine Anrechnung kann grundsätzlich geprüft werden. Darüber entscheidet immer die jeweilige Hochschule in Abhängigkeit vom konkreten Studiengang, der inhaltlichen Übereinstimmung und ihren geltenden Anerkennungsregelungen. Deshalb kann keine pauschale Anrechnung garantiert werden. Das Hochschulzertifikat und die Modulbeschreibungen können zur individuellen Prüfung eingereicht werden.

Ja. Der Lehrgang eignet sich ausdrücklich auch für leitende Praxisanleitende sowie für Mitarbeitende, die bereits koordinierende oder organisatorische Aufgaben im Ausbildungsbereich übernehmen. Die Bezeichnungen solcher Funktionen unterscheiden sich zwischen Rettungsdienstorganisationen. Im Mittelpunkt des Hochschulzertifikats stehen deshalb nicht bestimmte Stellenbezeichnungen, sondern die Kompetenzen, die für Organisation, Projekte, Kommunikation, Qualitätsentwicklung und Nachwuchsmanagement benötigt werden.

Nein. Ausbildungsmanagement beschreibt die organisatorischen und managementbezogenen Aufgaben rund um Ausbildung. Diese können – abhängig von der Organisation – von einer Ausbildungsleitung, einer leitenden Praxisanleitung, einer Ausbildungskoordination oder von mehreren Mitarbeitenden im Ausbildungsteam übernommen werden. Der Lehrgang qualifiziert deshalb nicht für eine bestimmte Stellenbezeichnung, sondern vermittelt Kompetenzen für solche erweiterten Aufgaben.

Bereit, Ausbildung aktiv mitzugestalten?

Wenn Sie als Praxisanleiterin oder Praxisanleiter zunehmend Verantwortung für Organisation, Projekte und Weiterentwicklung übernehmen, vermittelt Ihnen das Hochschulzertifikat Ausbildungsmanagement im Rettungsdienst die passenden Managementkompetenzen.

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